An sich war ich nie ein wirklich gesprächiger Mensch. In der Schule und auch später in der Ausbildung hieß es immer, ich wäre viel zu still, man nehme mich nicht wahr, weil ich nicht zu hören bin. Jetzt, im Job, merke ich zwar, dass ich mit den Kindern ständig am Reden bin, aber dass mir der Austausch mit den Eltern manchmal noch etwas schwer fällt.
Nicht nur das: Lasst mich mit jemanden, den ich nicht total gut kenne, plötzlich mal alleine sitzen und die Situation wird ganz unangenehm. Ich weiß einfach nicht, worüber ich sprechen soll. Manchmal, da fahre ich mit einem Kollegen ein paar Stationen mit der U-Bahn und da merke ich nicht selten, dass ich mich nicht traue etwas zu sagen. Das ist komisch, oder? Vor allem in meinem Alter. Allerdings habe ich auch eine Ahnung, warum das in den meisten Fälllen bei mir so ist: Ich bin unsicher
.
Ich hatte schon immer Angst etwas Dummes oder Falsches zu sagen und frage mich die ganze Zeit, was mein Gegenüber von mir denken könnte. Bei Leuten, die mich gut kennen, da habe ich kein Problem damit mal was vollkommen Falsches zu sagen, aber ansonsten…ich weiß auch nicht, woher das kommt, aber diese Unsicherheit hat mich zu einem ziemlich unkommunikativen Menschen gemacht…
Schon seltsam.
Mondgras.de ist das zu Hause von Sari, einer kleinen Person mit einem Kopf voller Gedanken und Ideen. Dies ist ein Weg sich auszudruecken, vor allem fuer das Selbst.















ja, dass kenne ich leider zu genüge… in der Schule war ich auch immer “das stille Mäuschen” gewesen…
oder über irgendwelche TV-Shows, Politik etc. etc…. gibt es immer was zu reden 
Nun jetzt geht es langsam besser - wenn mir überhaupt nichts einfällt dann rede ich einfach darauf los… spätestens über das Wetter kann man sich so herrlich aufregen
Ja, das kenne ich auch. Ich bin auch eher etwas stiller, wenn ich jemanden nicht so richtig kenne. Aber so ein bisschen konnte ich mir das auch schon abgewöhnen, da man in der Uni einfach gezwungen ist, oft mit Menschen zu sprechen, die man kaum kennt.
kann ich verstehen, geht mir ähnlich. Ich weiß bloß eher nicht, was ich sagen soll. In der Arbeit verhalte ich mich eh anders als daheim oder unter Freunden…
Kenn ich. Ich finde es auch immer doof, wenn man jemanden, z.B. über die Mitfahrzentrale, mitnimmt und man dann zu demjenigen so gar keinen Draht findet. 3 Stunden anschweigen ist dann schon sehr ätzend.
Nicht traurig sein! Ich kenne das leider auch nur zu gut. Vorallem als Kind in der Schule war es schlimm. Ich denke immer, ich habe eh nichts wichtiges oder interessantes zu erzählen. Auf der anderen Seite möchte ich gegenüber Fremden auch nicht zu viel privates preisgeben ;-)
Mittlerweile geht es etwas besser und ich habe mehr Selbstbewusstsein bekommen bzw. bin etwas weniger selbstkritisch.
Das wird schon ;-)
Ich kenne dein Problem auch zu gut. Bei mir ist es genau das gleiche.
In der Schule geht es mittlerweile, aber sonst generell fühle ich mich genauso wie du. Ich weiß entweder nicht, was ich sagen soll, oder tue es für mich schon als uninteressant ab und sage dann lieber gar nichts….
Find ich gar nicht seltsam, ich denk das haben sehr viele.
Der Point.
Kenn ich. Mir geht es genauso. Zu Hause kann ich reden wie ein Wasserfall, aber in der Schule oder eben bei weniger vertraulichen Personen bin ich unsicher und sage dann nur noch sehr wenig.
So viel anders bin ich eigentlich gar nicht auf Arbeit als im Privatleben. Ich hab in den letzten Jahren gut an Selbstvertrauen gewonnen, nicht zuletzt, weil ich vielleicht gemerkt habe, dass nicht alles dumm ist, was ich von mir gebe (unter anderem auch dank dieser Blogsache hier)…meine Güte, ich muss damals wie eine Wüste gewesen sein, wenn ich mich jetzt schon so still immer noch einschätze
Ich denke, viele fühlen sich unsicher, wenn sie mit weniger gut bekannten Leuten kommunizieren. Ich habe gemerkt, dass viele Leute aber dankbar sind, wenn einer den Anfang macht und einfach drauf los quatscht (klar, keinen Quatsch sondern halt normales Zeug, über das man so redet). Ich bin auch so jemand, der das Herz gern auf der Zunge trägt, deswegen bin ich auch meist die, die anfängt
Kenne das Gefühl nur zu gut. Aber es ist auch sehr abhängig davon, wer einem da so gegenüber sitzt. Der Vorteil ist, wenn man das Gespräch selbst beginnt, kann man eher die Richtung steuern und entgeht dabei unter Umständen “unangenehmen” Fragen des Gegenübers. Besonders schwierig finde ich es, wenn man den Anfang macht aber nur so 1-Satz-Antworten bekommt. Entweder fragt man sich dann einen Wolf und kommt sich dabei tierisch aufdringlich vor, weil man krampfhaft versucht ein Gespräch aufrecht zu erhalten, oder man gibt auf und kämpft sich durch betretenes Schweigen. Auch nicht schön.
Ich selbst finde auch, das ich nicht gut bin mit dem Small Talk, aber meine Freunde sehen das ganz anders. Man selbst unterschätzt sich wohl doch eher.
das problem habe/hatte ich auch. im unterricht bin ich auch viel zu still, weil ich angst habe, die antwort könne falsch sein. bei neuen menschen brauche ich auch total lange um ‘warm’ zu werden. aber bei kollegen und so hatte ich eig nicht das problem. ist das eis einmal geknackst, bin ich das totale gegenteil: aufgedreht und nur am labern.
du machst so viel kreatives, schwatz die leute zu damit. wenn es sie nicht interessiert, würdest du es merken… also aufi mit geschnaufi!

aber ich denke, das was du hier so alles bloggst, kann man als art ausgleich sehen, oder? vlt bist du ‘draußen’ still und unsicher, aber hier bist du das komplette gegenteil. nimm doch mal ein teil von hier mit nach draußen
Ja, ich bin hier tatsächlich viel offener, als woanders. Liegt aber auch daran, dass ich hier die Gesichter nicht sehe, wenn ich mal wieder über meine Gedankengänge berichte. Wie gesagt, ich denke, dass ich dadurch aber auch schon offener und mutiger geworden bin, weil ich einfach doch auch tolle Reaktionen auf vieles bekomme und man so das Gefühl hat, dass die Sachen doch interessant sein können.
In der Schule war das bei mir auch so: Angst davor etwas Falsches zu sagen. Manchmal war ich aber auch sehr langsam. Während ich noch nach der Antwort gegrübelt habe schossen immer schon die ersten (immer gleichen) Hände hoch, was mich dann so verunsichert hat, dass ich es gleich ganz gelassen hatte. Horror Pur!
Nur Mut! Meist sind die Leute, die die richtige Fragen stellen, so dass der andere erzählt die besseren Gesprächspartner. Quasi guter Zuhörer = guter Kommunikationspartner. Übe dich in belanglosem Smalltalk, frag andere zu ihrer Meinung/ihren Erlebnissen und dann mit der Zeit gewinnst du vielleicht selbst etwas mehr Selbstsicherheit und traust dich auch munter drauf los zu plaudern. Ich war früher auch sehr still, bin auch heute bei neuen Bekanntschaften sehr unsicher und frage mich wie ich wohl rüber komme. Aber du bist nicht doof und hast ne Menge zu sagen! Und es ist halb so wild mal was “falsches” zu sagen. Das ist nur menschlich.
Ah nun verstehe ich auch das damals kein Feedback zwecks einem Treffen kam
aber keine Angst ich kann das schon nachvollziehen.
und was da dann manchmal für Quatsch rauskommt … 
Ich selbst überspiele meine Unsicherheiten immer mit viel Quasseln
Ich glaube so geht es jedem mal - egal wie alt man ist. Manchmal findet man ja auch Menschen mit denen man Stunden redet ohne es zu merken - einfach weil man die selbe Wellenlänge hat.
muß mein Gegenüber erst längere Zeit kennen um
so langsam aufzutauen.
Ganz genauso geht es mir auch. Oft denke ich aber auch, warum das andere Gegenüber nicht einfach etwas sagt, vielleicht ist er/sie genauso unsicher? Obwohl ich sowas erst danach denke. Während der Situation denke ich jedesmal, der kann mich nicht leiden oder so…
Hmm nachdem ich die Kommentar gerade gelesen habe frage ich mich gerade mal als erstes: Lesen hier keine Herren mit, wollen sich nur nicht outen oder haben die das Problem alle net?
Ich muss mich da allerdings auch dazu stellen… Ich weiß nicht ob es bei mir Unsicherheit ist oder weil ich - wie Sandra - einfach nichts interessantes zu erzählen habe. Die meisten Leute würden eh einpennen wenn ich von dem erzähle was mir so alltäglich begegnet. Naja und so komme ich viel zu oft auch bei dem unangenehmen Schweigen an, bei dem keiner der am “Gespräch” (Ge-schweig?) beteiligten Leute irgend etwas von sich gibt…
Aber bei mir hält sich das mit dem Reden auch bei Leuten, die ich länger kenne eher zurück. Worüber auch?…
@Antje: *rotwerd*
Erstaunlicher Weise geht es mir aber auch oft bei Menschen so, die ich supergerne habe, wehe man lässt mich mit ihnen alleine…ich glaube, ich bin grundsätzlich ein besserer Zuhörer…hmm…