“Du bist auf den Flügeln deiner Phantasie in ein fernes Land geflogen. Inmitten riesiger Regenwälder liegst du auf einem Floß. Du spürst das Holz. Es ist warm und ruhig. Das Floß schwimmt auf dem Strom, der umsäumt ist von Reihen dichter Bäume. Sie spiegeln sich im Wasser. Du siehst die Bewegung des Wassers. Ruhig sind die Wellen […]” (Ausschnitt aus “Floßfahrt” aus dem Buch “Du spürst unter deinen Füßen das Gras” von Else Müller, Fischer Taschenbuch)
Traumreisen oder auch Phantasiereisen werden auch als “Reisen nach innen” oder gelenkte Tagträume bezeichnet und sind Texte und Geschichten zum Vorlesen oder auch Anhören. Sie dienen der Entspannung und sollen positive Gedanken und Gefühle vermitteln. Sie sollen aber auch die Phantasie und Kreativität fördern und beim Stressabbau helfen und das innere Gleichgewicht wieder herstellen.
Solche Traumreisen können sich an jede beliebige Altersgruppe richten.
Möchte man eine Traumreise durchführen, so ist immer ein ruhiger Ort von großer Wichtigkeit, denn eine Entspannung ist so gut wie unmöglich, wenn man durch ein klingelndes Telefon oder andere Umgebungsgeräusche regelmäßig gestört wird.
Man kann solche Reisen für sich selber machen, oder sie in einer Gruppe vorlesen. Das Nachbearbeiten solch einer Geschichte ist auf verschiedene Arten möglich. So kann man sich einfach nur über das Gehörte unterhalten, man kann aber auch auf kreativem Wege die Informationen verarbeiten. Eine schöne Möglichkeit ist zum Beispiel das Malen oder Basteln passend zum Thema.
Eine Phantasiereise ist in etwa immer gleich aufgebaut. Neben einfachen märchenhaften Inhalten ist immer auch ein Anteil aus dem autogenen Training vorhanden, wie zum Beispiel Formeln, die Ruhe, Schwere, Entspannung oder Wärme erzeugen sollen. Besonders diese Parts sollten langsam und monoton vorgelesen werden, damit sie die richtige Wirkung erzielen. Allerdings ersetzen diese Übungen nicht das richtige autogene Training, da dieses nur unter einer professionellen Anleitung stattfinden darf und täglich geübt werden muss.
Traumreisen gewähren sozusagen nur einen kurzen Einblick in diesen Bereich und sollen die Entspannung während einer Geschichte fördern.
Die Sätze der Phantasiereisen sind größtenteils keine vollständigen Sätze, sondern nur Impulse, die beim Vorlesen längere Pausen mit sich bringen, die dem Zuhörer helfen sollen, sich treiben zu lassen.
Man kann eine Traumreise gut auch mit etwas beruhigender Musik untermalen. Notwendig ist dies allerdings nicht, denn das wichtigste an einer Traumreise ist das gesprochene Wort, das die Zuhörer in eine andere Welt entführt.
Ziel einer Phantasiereise ist es, in einer Entspannungsphase Bilder und Gefühle entstehen zu lassen. Während man entspannt liegt oder sitzt und der Geschichte lauscht, können Bilder und Emotionen in einem aufsteigen, die einem Zugang zum eigenen Unterbewusstsein gewähren und einem völlig neue Erfahrungen im Bezug auf sein eigenes Ich eröffnen.
Dabei werden vor allem die Bereiche im Gehirn aktiviert, die für die Kreativität und das bildliche Vorstellungsvermögen zuständig sind.
Ein Schulkind in unserer heutigen Welt hat an einem Schultag vieles zu leisten. So wird von ihm über mehrere Stunden hinaus am Tag ein hohes Maß an Konzentration und Zurückhaltung abverlangt, die für ein Kind eine große Herausforderung darstellt. Gerade der Übergang von Kindergartenkind zu einem Schulkind fällt vielen Kindern schwer. So dürfen sie plötzlich nicht mehr den ganzen Tag spielen und machen “was sie wollen”, sondern müssen nun im Unterricht über einen längeren Zeitraum still sitzen und eine intensive Aufmerksamkeit gegenüber dem Unterrichtsstoff und einer autoritären Person zeigen.
Im Gegensatz zum Spielen ist das für ein Kind eine sehr schwere Aufgabe. Es muss sich viel mehr als vorher merken und hat viel mehr Aufgaben als vorher.
Nach solch einem Schultag haben die Kinder verschiedene Bedürfnisse.
Zum einen gibt es erst einmal den Drang sich nach dem vielen Sitzen zu bewegen, der von einer Hofpause allein bei weitem nicht gedeckt werden kann, aber zum anderen gibt es auch noch das Bedürfnis nach Ruhe und Distanzierung vom (Schul-) Alltag.
Still sitzen, Konzentration, Arbeiten und auch AGs verlangen einem Kind im Schulkindalter eine Menge ab.
Aus diesem Grund muss eine Einrichtung, wie ein Schulhort, den Kindern die Möglichkeit geben, diese Bedürfnisse ausleben zu können.
Das heißt also, es muss einen Platz geben, an dem man sich austoben kann, aber auch einen, an dem man einfach mal den ganzen Stress und die Unruhe hinter sich lassen kann und all das, was man am Tag gesehen, gehört und erfahren hat zu verarbeiten und los zu lassen. Hierzu sollte es in jeder Einrichtung für Kinder einen Bewegungsraum und einen Ruheraum geben.
In der Einrichtung, in der ich mein Praktikum absolviere gibt es solche Räume, allerdings wird der Ruheraum zur Zeit noch nicht als solcher genutzt, unter anderem auch, weil einfach noch die nötigen Möbel und Dekoelemente nicht geliefert wurden und somit die nötige Atmosphäre noch nicht vermittelt werden kann.
Das Zimmer stellt zwar einige Kuscheltiere, Bücher und Ecken zur Verfügung, die man zur Entspannung nutzen könnte, aber da das richtige Flair in dem Zimmer noch nicht vorhanden ist, wird der Raum häufig auch zum Bauen, Toben und ähnlichem benutzt.
Anhand einiger Kinder konnte ich jedoch feststellen, dass das Bedürfnis durchaus vorhanden ist, sich zurück zu ziehen und in einem Buch zu blättern.
Aber die Kinder, die es immer wieder mal versuchen, werden in der Regel von anderen Kindern, die das Zimmer stürmen oder für lautere Spiele benutzen, gestört und geben ihre Versuche zu lesen schnell wieder auf.
Aus diesem Grund entschloss ich mich dazu, es in der Einrichtung einmal mit Traumreisen zu versuchen.
Ich kenne diese Technik noch aus meiner Grundschulzeit, in der es innerhalb der Woche eine feste Unterrichtsstunde mit dem Namen “Traumreisen” gab, die von allen Kindern sehr geliebt wurde, wie auch von mir, auch wenn mir erst heute, mit 22 Jahren, bewusst wurde, wie wichtig mir diese Stunde eigentlich wirklich war.
In Absprache mit meiner Anleiterin, die von der Idee mehr als begeistert war, suchten wir einen festen Tag in der Woche, an dem ich dieses kleine Experiment starten konnte. Ich wurde bei diesem Vorhaben von allen Mitarbeitern des Hortes unterstützt, indem sie mir halfen, eine etwas ruhigere Atmosphäre im Haus zu schaffen, damit keine Störfaktoren, wie zu lauter Lärm oder ähnlichem entstehen konnten.
Schon Tage, bevor ich mein Traumreisen – Projekt starten wollte, erzählte ich einigen Kindern von meinem Vorhaben und schürfte damit die Neugierde bei ihnen.
Als es schließlich soweit war, zeigten viele Kinder Interesse an dem Projekt und nahmen daran teil.
Insgesamt waren am ersten Tag ca. 15 Kinder dabei.
Im Folgenden werde ich eine kurze Zusammenfassung der ersten Traumstunde im Hort geben:
Gemeinsam verteilten wir große Decken auf dem Fußboden, auf die sich die Kinder legen konnten.
Im Hintergrund ließ ich ruhige Entspannungsmusik laufen, die bei den Kindern schon erste Begeisterung weckte.
Um den Kinder eine erste Ruhe und Entspannung vor der eigentlichen Traumreise zu vermitteln, spielten wir zusammen ein kleines Entspannungsspiel mit dem Namen “Taktiles Telefon”. Das Prinzip dieses Spieles ist ähnlich wie bei der “Stillen Post”. Die Kinder setzen sich in einer Reihe hintereinander hin. Dem letzten Kind in der Reihe wird ein einfaches Symbol gezeigt. Dieses soll es dann der Person vor sich auf den Rücken malen. Diese Person soll das Gefühlte wiederum der Person vor sich auf den Rücken malen usw., bis es schließlich beim vordersten Kind ankommt. Dieses zeichnet das Gefühlte auf ein Blatt Papier und dann wird verglichen. Hat das taktile Telefon funktioniert?
Dieses Spiel bereitete den Kindern sehr viel Freude. Es zeigte sich, dass die Kinder es sehr genossen, diese Form von Rücken kraulen zu erleben.
Die Enttäuschung war groß, als ich schließlich das Spiel beendete, um mit der Traumreise anzufangen.
Die Kinder äußerten den Wunsch, das Spiel auch in der nächsten Traumstunde zu spielen.
Nach dem taktilen Telefon legten sich alle Kinder auf die Decken. Manche von ihnen holten sich noch ihre Jacken, Mützen und andere Kleidungsstücke, um sich damit zuzudecken. Ich beschloss bei der ersten Traumstunde erst einmal nur eine kurze Geschichte vorzulesen, um die Kinder nicht gleich zu überfordern, denn diese erste Stunde sollte den Kindern vorerst nur einen Einblick in den Ablauf verschaffen und ihnen aufzeigen, was sie in einer Traumstunde erwarten würde.
Die Geschichte, die ich vorlas, hieß “Der Zauberbaum” (Else Müller – Auf der Silberlichtstraße des Mondes, Fischer Taschenbuch) und handelte von einem sprechenden Baum, Stärken und Schwächen und dem Trost, den man sich gegenseitig spenden kann.
Nach der Geschichte bekam jedes Kind Stifte und ein Blatt Papier und durfte an Ort und Stelle (also am Boden auf den Decken), malen, was ihnen zu der Geschichte einfiel oder was sie sich beim Vorlesen vorgestellt hatten.
Alle Kinder malten vor allem einen Baum, doch die Bilder unterschieden sich trotzdem. Manche Kinder malten dem Baum ein Gesicht, andere nicht. Viele malten sich selbst noch dazu.
Anschließend war die Traumstunde beendet, doch die Kinder baten mich, die Decken noch liegen zu lassen und die Musik nicht weg zu räumen, damit sie noch ein bisschen liegen bleiben konnten.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, wie groß das Bedürfnis nach Ruhe bei den Kindern tatsächlich ist.
In der zweiten Traumstunde, die in der Woche darauf stattfand, schliefen sogar einige der Kinder ein.
Insgesamt lässt sich zu diesem Projekt sagen, dass es großen Anklang gefunden hat. Schade war nur, dass es ab und an ein paar Unterbrechungen gab durch Eltern, die ihre Kinder mittendrin abholten, weshalb ich mich entschied, in Zukunft die Traumstunde schon etwas früher beginnen zu lassen.
Allerdings hinterließ die Traumstunde bei den Kindern einen bleibenden Eindruck, denn ich wurde in der Regel mindestens einmal am Tag gefragt, wann wieder eine Traumstunde stattfinden würde.
Manche Kinder brachten sich zur nächsten Stunde sogar eigene Decken oder Kissen von zu Hause mit.
Die Ergebnisse der Traumstunde dokumentierte ich in einem Ordner.
Hierzu wurde die Geschichte, die vorgelesen wurde, kopiert und eingeordnet und die Werke der Kinder dazu ebenfalls.
Im hinteren Teil des Ordners wurden zudem einige Entspannungsspiele eingefügt. Ein Inhaltsverzeichnis gibt Einblick darüber, wann welche Geschichte vorgelesen wurde.
Der Vorteil einer solchen Traumstunde besteht darin, dass sie nicht viel Vorbereitung benötigt, sondern spontan durchgeführt werden kann, denn alles, was man dazu benötigt, sind ein paar Decken, ein Buch und etwas Ruhe.
Besonders empfehlenswert sind die Bücher von Else Müller, die sich hauptsächlich mit solchen Traumreisen beschäftigen.
Im Prinzip reicht es schon, wenn man eines der Bücher in der Einrichtung hat.
Der Erfolg dieses Projektes führte dazu, dass sich eigentlich alle Erzieher des Hortes dazu bereit erklärten, das Traumstundenprojekt für mich weiter zu führen, wenn dieses Praktikum beendet ist.
Die Traumstunde soll nun ein fester Bestandteil der Woche und damit ein verbindliches Angebot für die Kinder werden, unter anderem auch, damit solche Unterbrechungen, wie das Abholen eines Kindes mittendrin, nicht mehr vorkommen.
Außerdem will die Einrichtung einen weiteren Tag in der Woche nutzen, um mit den Kindern Entspannungsspiele zu machen.
Mir persönlich zeigte dieses Experiment noch einmal, wie wichtige Ruhephasen für Kinder in einem Hort sind und dass die Traumreisen ein gutes Mittel sind, um solche herbei zu führen. Ich werde sicher in meiner zukünftigen Arbeit solche Projekte immer wieder durchführen und verwenden.
Nicht nur, dass sie den Kindern die nötige Ruhe gegeben haben, sie gaben mir auch die Gelegenheit, mich mehr auf das einzelne Kind zu konzentrieren und mehr von ihnen und ihren Bedürfnissen zu lernen.
Vor allem die Nachbereitung mit Hilfe des Malens zeigte mir auch noch einmal auf, wie individuell jedes einzelne Kind ist, wie unterschiedlich sie Dinge aufnehmen, verarbeiten und darstellen.
Ich hatte insgesamt sehr viel Spaß mit diesem Projekt und konnte eine Menge daraus lernen.
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Das Durchführen einer Traumreise klingt erstmal nach einem einfachen und unkomplizierten Unterfangen, doch muss man als anleitende Person, sei es nun als Lehrer oder als Erzieher, viele Faktoren beachten.
Für solch eine Reise ist vor allem immer einer ruhige Umgebung von großer Wichtigkeit. Dementsprechend ist es die Aufgabe der Erzieherin, ein Umfeld zu schaffen, in dem eine Entspannung möglich ist.
Da Entspannung auf jeden Fall eine große Rolle in jeder Einrichtung für Kinder spielt, sollte man dies bei der Raumgestaltung berücksichtigen.
Auch Störungen von Außen, durch zum Beispiel andere Kinder oder Eltern, muss vorgebeugt werden, durch zum Beispiel einen Zettel an der Tür oder einem Aushang, der für die Eltern rechtzeitig deutlich macht, dass das Kind später abgeholt werden soll.
Wichtig ist auch, dass sich die Kinder und der Erzieher schon ein wenig länger kennen und vertrauen zueinander haben, denn die Kinder nehmen bei einer Traumreise eine Position ein, in der sie der erzählenden Person voll vertrauen müssen. Nicht zuletzt, weil man bei der Nachbearbeitung eventuell auch über wichtige Gefühle und Erfahrungen spricht, die man nicht jeder wildfremden Person mal so eben anvertrauen kann.
Auch die Wahl der Geschichte ist ein wichtiger Faktor in der Vorbereitung. Man muss auf Dinge achten, wie zum Beispiel: Entspricht das Thema der Geschichte der Altersstufe? Ist das Thema ansprechend für die Kinder? Wird das Thema der Geschichte danach weiterverwendet (zum Beispiel soll es zu einem aktuellen Thema im Unterricht passen, oder ein neues Thema einleiten usw.)? Ist die Geschichte für diese Kinder geeignet? Usw.
Sollte man sich dazu entschließen Musik zu verwenden, sollte man sich vorher genau überlegen, welche man nutzen will. Es gibt inzwischen viele verschiedene Arten von Entspannungsmusik, die genutzt werden kann (Sounds of Nature, Meditationsmusik, etc.).
Wie bereits im Bericht 03 erwähnt, ist Musik nicht notwendig für eine Traumreise, allerdings sollte man sich schon vorher überlegen, ob es sinnvoll ist, welche zu benutzen.
Oft kann Musik ein unterstützendes Mittel sein, zum Beispiel wenn beim Lesen kurze Pausen entstehen, die dann durch den ruhigen Klang einer Entspannungsmusik gefüllt werden und die dann dem Kind helfen sich noch ein wenig treiben zu lassen.
Auch während einer Traumreise fallen der Erzieherin verschiedene Aufgaben zu.
Die Erzieherin muss in der Lage sein, den Kindern zu vermitteln, dass sie sich ruhig und entspannt hinlegen oder – setzen sollen, dass sie die Augen schließen können und dass sie ruhig werden.
Gerade in der heutigen Zeit ist es schwer, den Kindern die nötige Ruhe zu vermitteln. Wichtig ist dabei vor allem auch, dass man selber lernt ruhig zu sein und dies auch den Kindern zu zeigen. Es ist schwer für Kinder entspannt zu sein, wenn ihnen Unruhe vorgelebt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, eine Art Ritual zu finden, das die Traumreise einleitet und beendet. Einfach in die eigentliche Geschichte einzusteigen ist für die Kinder meist wie ein Sprung ins kalte Wasser, also eine plötzliche Veränderung der Situation. Genau das Gleiche gilt für das Beenden der Ruhephase. Man kann nicht einfach sagen: “So, das war’s”. Es ist immer wichtig einen gemeinsamen Abschluss mit den Kindern zu finden, denn die Kinder werden hier aus einer veränderten Bewusstseinsphase herausgeholt. Dieser Übergang vom Traum in die Wirklichkeit muss behutsam gestaltet werden.
Am Ende einer Traumreise ist es wichtig, sich zu überlegen, wie das eben Gehörte und Erlebte zu verarbeiten ist.
Dazu gibt es verschiedene Mittel und Wege. Dazu gehört zum Beispiel darüber zu Reden, über eigene Erfahrungen und Erlebnisse zu reden, Gefühle mitzuteilen oder ähnliches.
Ein weiterer guter Weg ist es, die Erfahrungen auf eine kreative Art zu verarbeiten. Das geht zum Beispiel mit Hilfe von Malen, Zeichnen, Basteln usw.
Die Aufgabe der Erzieherin ist es hierbei, den richtigen Weg für die Kinder zu finden, sich auszudrücken, ein Ansprechpartner zu sein und die richtigen Mittel und Materialien bereit zu halten und anzubieten.
Dieses Nachbearbeiten ist für die Kinder, aber auch die Erzieherin ein wichtiges Mittel der Auswertung und Reflektion.
Im Vornherein müssen aber auch mit den Kindern einige Dinge geklärt werden, die einen störungsfreien Ablauf fördern sollen.
Dazu gehört zum Beispiel mit den Kindern darüber zu sprechen, wie wichtig es ist, dass alle mitmachen und es nicht zu größeren Störungen kommt, da solch eine Reise sonst zum Scheitern verurteilt ist.
Man sollte vorher gemeinsam absprechen, wie man damit umgeht, wenn jemand sich langweilt oder auf Toilette muss. Verlässt das Kind den Raume leise, ohne nach zu fragen, oder sagt es vorher Bescheid. Solche Absprachen sind sehr wichtig. Es bietet sich also an feste Verhaltensregeln gemeinsam mit den Kindern zu vereinbaren und zu erarbeiten.
Auch sollte man als Erzieherin flexibel sein und akzeptieren können, dass sich nicht alle Kinder auf solch eine Traumreise einlassen können, oder vielleicht bei der Nachbearbeitung nicht so das Erlebte verarbeiten, wie man es sich ursprünglich gedacht hat.
Ich habe zum Beispiel mal erlebt, dass ein Kind im Nachhinein ein Bild gemalt hat, das rein gar nichts mit der vorgelesenen Geschichte zu tun hatte. Ich war etwas enttäuscht, weil es nun so gar nicht zu den anderen Bildern passte, aber auf Nachfrage stellte sich heraus, dass sich das Kind genau das beim Vorlesen vorgestellt hatte. Also heftete ich das Bild zu den anderen und fand mich damit ab. Genau genommen fand ich es sogar gut, dass sich das Kind etwas vollkommen anderes beim Vorlesen vorstellen konnte.
Man muss lernen mit solchen Situationen umgehen zu können.
Ich hatte auch die Situation, dass zwei Kinder während des Vorlesens leise das Zimmer verließen, weil sie mit der Geschichte und dem Traumreisenprinzip an sich nichts anfangen konnten. Anfänglich war ich sehr traurig darüber, aber andererseits musste ich auch lernen damit klar zu kommen, dass es immer irgendwelche Kinder gibt, die man nicht für eine Sache begeistern kann.
Diesen Kindern sollte man immer eine Ausweichmöglichkeit bieten können oder ihnen gestatten sich so lange woanders leise zu beschäftigen oder, wie in meinem Fall, den Raum leise verlassen zu können.
Ich selbst habe mich außerdem während der Traumreise vor allem als eine begleitende Person gesehen und nicht als eine anleitende.
Ich habe den Kindern nichts aufgezwungen, sondern ihnen nur Möglichkeiten angeboten. Bei der Nachbearbeitung war ich auch nicht mehr die anleitende Person, sondern eine von den Kindern, die mitgemalt und geredet hat.

Mondgras.de ist das zu Hause von Sari, einer kleinen Person mit einem Kopf voller Gedanken und Ideen. Dies ist ein Weg sich auszudruecken, vor allem fuer das Selbst.
























Hi Sari,
bin bei meiner Internetrecherche zufällig auf deine Seite gestoßen. Könntest du mir einen Tipp geben welche Traum- bzw. Phantasiereisen sich gut eignen? Welche hast du verwendet?
Ich arbeite an einer Förderschule und mache regelmäßig Traumreisen mit einer Gruppe von Schülern gemischten Alters. Bisher habe ich aus meiner Erinnerung heraus und mit spontan erfundenen Traumreisen oder Meditationen gute Erfahruneg gemacht. Brauche aber Nachschub!!! Meine Email musste ich ja angeben.
Hier eine Kische für dich
Die Katze ist für mich
Liebe Grüße
Grotesör
Super erklärt und gut gemacht!
Die Buchtipps hab ich mir gleich notiert!
… und gekauft!
ein gut aufbereiteter Artikel zum Thema Fantasiereisen.
Wer sich dafür interessiert, findet auf http://www.terrapie.de weitere Reisen für Kinder und auch Erwachsene.
Viele Grüße
Dietmar