Japanisch schneidern…Ein Zwischenstand?!

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“Zwischenstand II: Kommt Ihr mit Euren Änderungen weiter? Oder ist in der Zwischenzeit noch ein weiteres Stück entstanden?”

jsa_2015_logoHach, ich bin nach wie vor unschlüssig. Soll ich ein weiteres Teil aus meinen Büchern versuchen? Vielleicht ein Kleidchen oder doch noch die Weste? Wie jedenfalls letzte Woche angekündigt möchte ich den Schlauch beim Pulli wieder auftrennen. Das habe ich bisher leider nicht geschafft, denn ich hatte wunderbaren Besuch über mehrere Tage, der mich mit angenehmen Dingen davon abhielt in diese Hinsicht produktiv zu sein. Aber mein angestrebtes zweites Teil nach dem Schnittmuster von “Schnittgeflüster” ist fertig geworden und trägt den Titel “Mary”. Es ist ein schmal sitzendes Oberteil mit einem sogeannten Schößchen dran, das man vor allem gut über Minirücke tragen kann…finde ich zumindest. Die Herausforderung an mich selber in diesem Zusammenhang zeigt sich mal wieder in der Stoffwahl.

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An sich kein beissend greller Stoff, aber doch sehr Musterlastig. Ich liebe ihn eigentlich total, habe ihn schon seit über einem Jahr in meinem Schrank liegen gehabt, auf den richtigen Moment wartend und mir erschien dieser Moment mehr als passend. Vor dem Spiegel stehend kamen dann doch die Zweifel in mir hoch, ob das Muster…gerade auf Brusthöhe ganz schön aufträgt…was denkt Ihr? An der Puppe wirkt es gar nicht so aufgesetzt…ich muss es zu Hause erstmal wieder ein paar Mal tragen, bis ich mir sicher bin ob oder ob nicht *drop* .

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Nun steht also nur noch das Finale nächste Woche aus und  in dieser Hinsicht gibt es nur zwei Möglichkeiten: Ich zeige Euch das Endergebnis vom Pullover und erzähle Euch, ob ich beide Teile als gelungen und tragbar empfinde und belasse es dabei…oder ich schaffe bis dahin tatsächlich noch ein dritten Stück… wir werden es sehen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon mal darauf heute noch bei den anderen Damen stöbern zu gehen. Vielleicht bekomme ich dort nochmal einen letzten Motivationsschub.

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Japanisch schneidern…so schaut’s aktuell aus!

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“Zwischenstand I: Ist schon ein Modell fertig, plant Ihr ein weiteres? Hängt Ihr bei Eurem Modell und braucht Ratschlag und Hilfe? Ist euer Modell tragbar? Müsst Ihr etwas ändern? Nach der Anprobe vor dem Spiegel: Fühlt Ihr Euch wohl darin? Entspricht es Euren Erwartungen? Seid Ihr mit Eurer Stoff- und Größenwahl zufrieden? Wie möchtet Ihr es kombinieren? Möchtet Ihr noch ein Kombi-Teil dazu nähen?”

jsa_2015_logoHabt Ihr es gemerkt? Ich habe doch tatsächlich letzte Woche geschwänzt…ja wirklich. Eigentlich ging es letzte Woche thematisch um Passform, geplante Änderungen usw., aber da ich das die Woche vorher schon angegangen war, wollte ich mich hier ungerne wiederholen. Davon hat keiner was, weder ich, noch Ihr. Heute geht es beim Japan SewAlong aber um einen ersten Zwischenstand und daran möchte ich Euch dann doch gerne wieder teilhaben lassen. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, als ich Euch vor zwei Wochen mein Strickoberteil an der Puppe zeigte. Die Ärmel wollte ich noch verändern, wieder kürzen, und ein Band musste noch durchgezoegen werden. So sieht es nun aus…

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So an der Puppe sicher für Euch erstmal gar nicht so viel anders, als voher, oder? Nun ja…so viel wurde ja auch nicht geändert, wobei ich sagen muss, dass ich es nun doch nicht ganz so schön finde mit dem Band, weil das Oberteil dadurch diesen Kuschelfaktor ein wenig verliert und sich dann als Oberteil, zumindest aus meiner Sicht, zu sehr staut. Aber vielleicht ist das auch nur meine Wahrnehmung? Wer weiß…Eine Überlegung wäre es den Band-Tunnel nun wieder aufzutrennen, so dass es einfach ein langer, lockerer Puller wird, den man dann lieber mit einem Gürtel etwas spielerischer wirken lässt. Ich muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen. Mit der aktuellen Änderung der Ärmel bin ich zufrieden. Gefällt mir deutlich besser, wobei ich überliege vielleicht noch ein Bändchen anzubringen, dass die Ärmel zur Schulter hin etwas hoch zieht. Oder eine Art Lasche mit Knopf…das stelle ich mir ganz nett vor… naja… Aktueller Zwischenstand mit vielen Unsicherheiten, wie Ihr sicher schon bemerkt haben werdet. Für ein besseres Bild, und weil mehrfach gewünscht, heute dann auch mal ein Tragefoto…

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Nun denke ich mal noch über die Änderungen nach und habe hier noch einen anderen Schnitt vorbereitet. Dieses Mal allerdings nicht aus einem der Bücher, sondern von “Schnittgeflüster“, die man dafür kennt, dass sie sich bei ihren Schnitten an den japanischen orientiert, weil sie den lockeren Gemütlichkeitsfaktor so liebt. Das kann ich Euch dann vielleicht nächstes Mal zeigen…

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So viel gibt es nun also heute von mir. So viel ist es ehrlich gesagt nicht, aber immerhin, es geht vorrand. Ich hoffe in der nächsten Woche handfestere Ergebnisse präsentieren zu können und gehe bis dahin wieder ein bisschen bei den anderen Damen stöbern…da sind jetzt schon sooooo tolle Ergebnisse dazwischen…ich glaube ich mache irgendetwas falsch *lach*

sari-unter

Wollowbies?

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Häkeln, häkeln, häkeln….ständig kreisen meine Gedanken darum. Du wolltest wieder mehr häkeln. Vergiss das nicht. Jeder hat so seine Häkelzeit und meine war schon immer abends auf dem Sofa. Ausser, als der Miniheld noch ganz klein war und ständig auf meiner Brust, in meinen Armen oder im Tragetuch einschlief und ich kaum die Hände für irgendetwas frei hatte, Bewegungsfreiheit, was war das damals? Das war eine Zeit, wo ich oft dann die Häkelnadel in der Hand hatte und danach wurde aus meiner abendlichen Häkelzeit meine Kuschelzeit mit dem Helden, denn es war die einzige Zeit, wo wir mal für uns ein zwei Stündchen waren, bevor der kleine Mann wieder nach Aufmerksamkeit verlangte…und heute? Ja heute habe ich irgendwie nicht wirklich zu meiner abendlichen Häkelzeit zurück gefunden, genieße die Sofaabende mit dem Helden viel zu sehr und so sage ich mir ständen: Vergiss nicht, du wolltest wieder mehr häkeln.

So ergriff ich sie, die Gelegenheit, die sich mir bot, als es hieß: Möchtest du einen Wollowbie häkeln? Wollowbie?! Say what? Was ist das? Ich möchte ihn kennen lernen. Das waren meine Gedanken in diesem Zusammenhang. Wollowbie klingt irgendwie niedlich, oder?

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Das ist Piet der Pinguin und er kommt ein einer kleinen, aber feinen DIY Verpackung an, lächelt fröhlich und wartet sehnsüchtig darauf, dass man ihm Leben einhaucht. Er stammt aus der Familie der Wollowbies, viele kleine Tiere mit einem Herzknopf am Popo und dem Wunsch deine Familie um ihre Anwesenheit zu bereichern und glücklich zu machen. Piet ist klein, aber fein und wartet darauf, dass ich mich an die Arbeit mache. Er bringt alles mit, was ich brauche… Wolle, Füllwatte, Augen, das Herzknöpfchen und ein Label und sogar eine Häkelnadel. Eine Anleitung für den kleinen Pinguin und Erklärungen der einzelnen Begriffe liegen bei, so dass er zu einem schönen Einsteigerprojekt mit Liebhab-Faktor werden kann. Der Miniheld jedenfalls kann es kaum erwarten, dass der kleine Pinguin fertig wird…

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Was mir ganz besonders gefällt ist die Häkelnadel, die dabei ist, denn ich bevorzuge diese schmalen Alu-Nadeln gegenüber den anderen mit Griffen, sie liegen so wunderbar in der Hand…

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Nun sitze ich also ab und an mal da, nutze eine ruhige Minute und versuche irgendwie wieder zu meiner Häkelroutine zurück zu finden, gebe Piet eine Chance Teil unserer Familie zu werden und bemühe mich das Herzblut hineinzustecken, dass er später mit seinem Popo-Herzchen ausstrahlen möchte..

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…und merke, wie sich meine Hände über die alten bekannten Bewegungen freuen und immer mehr zu alter Form zurückfinden…und wer weiß, vielleicht kann ich Euch schon bald unseren Piet vorstellen….

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Ich häkel mir ein Nadelkissen

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Ich hatte es mir vorgenommen. Schon länger. Das alte Nadelkissen, dass ich hatte, das war nämlich so gar nicht mehr schön, schon total zerstochen, klein und unhandlich, hatte einfach schon einiges ertragen müssen. Mal ganz davon abgesehen steckten in ihm inzwischen schon so viele kaputte und verbogene Nadeln drin, dass ich einfach keinen Überblick mehr hatte und das Nähen davon nachhaltig beeinträchtigt wurde. Das mag dem einen oder anderen vielleicht seltsam erscheinen, aber manchmal sind es wirklich nur so einfache kleine Dinge, die einen stören können. Und wenn für das Wohlbefinden ein einfaches kleines Nadelkissen ausreicht, in dem man ganz neu seine Nadeln “einsortieren” kann, dann sollte man dieses Projekt auch wirklich angehen…

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Lange hatte ich überlegt. Manchmal ist es wirklich albern, worüber man sich im Schnitt so seine Gedanken macht und was für Zeit man in solche Banalitäten investiert, aber es gibt halt so Dinge, die sucht man ewig und andere fliegen einen einfach zu. Ein neues Nadelkissen nähen? Oder häkeln vielleicht? Als ich dann Anfang des Jahres beschloss mich auch wieder mehr dem Häkeln zuzuwenden, da dachte ich mir, dass so ein gehäkeltes Nadelkissen doch ein schöner Einstieg wäre und stieß bei meiner Suche auf das wundervolle Beispiel von Cherry Heart für einAfrican Flower” Nadelkissen.

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Im Grunde habe ich auch überhaupt keine Probleme mit englischen Anleitungen und dennoch war ich froh, dass sich in der Beschreibung auch ein Hinweis auf eine deutsche Übersetzung befand, die freundlicher Weise von Fräulein Sonnenschein erarbeitet, mit der auch ich dann gearbeitet habe. Man sieht es vielleicht schon, mein Kissen sieht etwas anders aus, was schlicht und einfach daran liegt, dass ich das an Wolle verwendet habe, was so da war und wenn diese dann dicker ist, als die angegebenen und dann auch noch unterschiedliche Materialien hat, kann das Endergebnis schon mal anders ausfallen, als geplant.

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Vielleicht werde ich mich dem Thema irgendwann nochmal widmen, zumal ich dieses afrikanische Häkelmotiv wirklich schön finde, aber erstmal mag ich mein neues Nadelkissen sehr gerne und hoffe, es wird mir gute Dienste erweisen…

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DIY – Wir nähen unserem Kuscheltier ein Halsband

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Manchmal können Kinder sehr eindringlich und hoch motiviert sein, wenn es darum geht, dass sie etwas haben möchten und in etwa genau so kann man sich den Minihelden vorstellen, als er mich nahezu täglich darum bat endlich für seinen heißgeliebten Ryusaki ein Halsband zu nähen…natürlich mit einer Leine, damit er mit seinem Lieblingskater spazieren gehen kann. Meine erste Reaktion darauf war, wie das heutzutage irgendwie schon üblich zu sein scheint, einen Blick ins Internet zu werfen und nach Anleitungen für solch spezielle Kinderwünsche zu suchen, doch – oh Wunder – ich wurde nicht wirklich fündig, so dass ich mir selber Gedanken machen musste… Der Mensch wird kreativ , wenn ihm ein ungeduldiges Kind im Nacken sitzt und so kam ich nach ein paar Tagen Grübeln auf eine Lösung. Und da mir selber die Suche nach etwas Passendem so schwer fiel, dachte ich, lasse ich Euch an meinem Versuch teil haben…vielleicht profitiert ja irgendwann die eine oder andere Mutter davon, wenn sie in die selbe Lage kommt, wie ich *lach* .

Für unsere Katzenleine brauchen wir natürlich ein paar Zutaten:

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Gurtband mit min 1,5 m Länge
ein Verschluss, passend zur Breite des Gurtbandes (in unserem Fall auf 2cm angepasst)
ein Karabinerhaken und 3 Schlüsselringe
Nähmaschine oder Nadel & Faden

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Um Maß für den Hals des Kuscheltieres zu nehmen, habe ich das Gurtband einmal um den Hals gewickelt und übereinander geschlagen, so dass es insgesamt vielleicht 5 cm länger ist, als der Halsumfang. Außerdem wird vom Gurtband noch ein weiteres Stück abgeschnitten, dass am Ende die Handschlaufe ergibt. 20 cm sollten reichen. Das war es auch schon an Vorbereitung und folgende Teile solltet Ihr nun insgesamt haben:

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Widmen wir uns nun als erstes dem Halsband. Hierfür benötigen wir das am Kuscheltier abgemessenen Stück Gurtband, 1 Schlüsselring und den Verschluss. Diesen öffnen wir nun und nähen das Gurtband an der einen Seite an. Hierzu durch die entsprechende Schlaufe des Verschlosses ziehen und vernähen (s.Bild unten). Das Gleiche tun wir mit der anderen Seite des Verschlusses und dem anderen Ende des Gurtbandes, nur dass wir hier das Gurtband etwas länger durchziehen und den Schlüsselring mit einnähen. Das wiederrum benötigt 2 Nähte. Eine direkt am Verschluss, dann wird der Ring mit aufgezogen und direkt hinter diesem erfolgt eine zweite Naht, damit der Ring nicht mehr abrutscht (s. Bild unten). Achtet dabei darauf, dass der Ring auf der äusseren Seite des Gurtbandes ist, denn hier soll Euer Kind später die Leine befestigen können.

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Das Halsband wäre schon mal fertig. Nun kommen wir zur Leine. Hierfür benötigt ihr das lange Gurtband und 2 Schlüsselringe. An jedes Ende des Gurtbandes näht ihr nun ein Schlüsselring, wie auf dem unteren Foto gezeigt. Ich habe übrigens immer einen Zick-Zack-Stich genommen. Ich fand das optisch schöner. An ein Ende des Bandes zieht Ihr nun noch einen Karabiner-Haken durch den Schlüsselring und schon könnt Ihr die Leine an dem Halsband einhaken.

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Als Letztes kommt nun die Handschlaufe. Das ist für mich ein bisschen schwer zu erklären. Ihr braucht dafür das 20 cm lange Gurtband-Stück. Ihr zieht dieses nun durch das andere Ende der Leine, wo kein Karabiner dran ist, so dass die Handschlaufe nun auf dem auf der Seite befindlichen Schlüsselring ist und näht es an den beiden Enden zusammen. Dann klappt Ihr das vernähte Ende nah Innen, wobei der Schlüsselring sich mit in einer der geklappten Seiten befindet. Ich hoffe das Foto zeigt, was ich meine. Dann näht Ihr eine weitere Naht, die nun die Kante vom Eingeklappten nochmal fixiert, dann schlackert das alles nicht so rum und der Ring ist in der Schlaufe fixiert. Wenn Euch das gelingt, dann seid Ihr fertig…

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Die Freude des Minihelden war wirklich groß und ich bin ja doch ein bisschen stolz auf meine Konstruktion. Vielleicht etwas wage, aber im Groben ziemlich nah an dem dran, was ich mir da so vorgestellt habe und wie Ihr wisst, ist es immer schwer in der Umsetzung an das heranzukommen, was man so vor seinem inneren Auge hatte… So oder so, ich bin fertig und hoffe, dass die oder der eine oder andere von Euch mit dieser kleinen Anleitung etwas anfangen kann. Ich freue mich immer über Feedback…

In dem Sinne frohes Schaffen,

sari-unter