Japanisch schneidern… immer diese Entscheidungen!

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“Für welchen Schnitt habt Ihr Euch entschieden? Habt Ihr schon Stoffe parat oder Ideen dazu?”

jsa_2015_logoHeute findet es also statt, das zweite Treffen der nähwütigen Damen des Japan SewAlongs mit Wintermotto. Habe ich mich schon für einen Schnitt entschieden? Ja und nein… es ist so verdammt schwer eine gute Entscheidung zu treffen, vor allem, wenn man so viele schöne Inspirationen bei den anderen Teilnehmerinnen schon bekommen hat, nur leider fehlen mir die Schnitte dazu, also beschränke ich mich auf das, was ich zur Verfügung habe. Im Grunde lässt sich die Frage wohl ganz simpel mit einem “Ja” beantworten, denn schon beim letzten Mal, also im letzten Jahr, da gab es einen Schnitt, mit dem ich lange geliebäugelt habe und ich denke als Wintervariante lässt er sich ganz gut umsetzen…

Es ist eine Art Bluse, mit Kuschelkragen, etwas luftiger, fluffiger… Vielleicht habt Ihr ja eine Vorstellung von dem, was mir da vorschwebt. Allerdings möchte ich es nicht als Bluse nähen, sondern eher als eine Art lockeren Pulli. Nun bin ich nur unschlüssig, ob aus Jersey oder Strickstoff. Ich habe da einen ganz wundervollen Strickstoff noch zu Hause..in braun und in petrol, aber da ist auch ein grauer Jersey mit dunklen Sternen drauf, der schon länger auf seine Bestimmung wartet. Als zweites Projekt schwebt mir nämlich eine Art Weste vor und die würde sich natürlich auch aus dem Strickstoff anbieten…es ist halt wirklich gar nicht so einfach… ich werde da sicher nochmal ein wenig in mich gehen müssen. Aber gerne zeige ich Euch mal, was ich meine…

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Was würdet Ihr wählen? Was würde Euch wohl am Meisten zusagen? Beim nächsten Mal soll es schon an den Schnitt gehen, also kann ich mir wohl doch noch ein paar Tage Gedanken zur richtigen Stoffwahl machen. Ich würde ja auch gerne ein Kleid nähen, aber mir fehlt bei den meisten Modellen ein bisschen das Figurbetonte oder sie sind mir dann auf den ersten Blick irgendwie zu schwer… nun ja. Wie bereits gesagt, ein paar Tage habe ich ja noch, bevor ich eine Entscheidung getroffen haben muss…und ich kann mir ja auch noch ein wenig Inspiration holen bei den anderen Damen heute ^^ . Ob sie wohl vor der selben schweren Entscheidung stehen, wie ich?

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[Zur Probe] Der Tag – und Nachtträumer

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Auch wenn ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte, den Blog wieder etwas ausgewogner zu gestalten – was so viel bedeutet wie nicht drei Nähbeiträge hintereinander usw. – so gehören die Dinge dennoch zu seinem Inhalt und die Geschichten dazu wollen erzählt werden. Nach wie vor bin ich zum Beispiel im Stamm-Probenähteam der wundervollen Kerstin und ihrem Schnittmusterlabel Fred von SOHO und ich liebe es dort zu sein. Nicht nur wegen der ehernvollen Aufgabe ihre herrlichen Schnitte zu testen, sondern auch wegen der Gemeinschaft, die dort entstanden ist, mal abgesehen davon, dass Kerstin einfach ein herzensguter Mensch ist. Ich fühle mich sehr wohl dort und genieße es sehr ein Teil einer so großen Aufgabe zu sein.

Im Januar stand der Veröffentlichungstermin für ihr neues Projekt an. Etwas sehr Kuscheliges, was passender hätte gar nicht kommen können bei so einem Schmuddelwetter, wo man gerne mal einen Pyjamatag einlegt, oder? Das Projekt trägt den netten Titel “Tag- und Nachtträumer” und wie Ihr es Euch sicher inzwischen denken könnt, handelt es sich hierbei um einen Schlafanzug in vielseiter Variation, sprich normal als schlichtes Ober – und Unterteil oder etwas verspielter in Wickeloptik…

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Für den Minihelden gab es nun also zwei neue Schlafanzüge aus selbstgewählten Stoffen. Faszinierend, dass er sich den Raketenstoff auswählte, weil er diese immer wieder mit dem noch gar nicht so lange hinter uns liegenden Silvester in Verbindung bringt, oder? Warum es nun der Super-Papa-Stoff wurde, das muss ich wohl nicht ausführlicher erklären.

Die schockierende Feststellung beim Nähen dann…mein Kind ist groß. Wann ist es so unglaublich groß geworden? Diese Frage stelle ich mir oft in letzter Zeit. Der erste Schlafanzug wurde noch in 104 genäht, doch ein kurzer Blick sagte mir schon…das hält nicht lange…also kam noch eine 110 hinterher und ich hoffe inständig, dass mir mein kleiner großer Junge noch lange so erhalten bleibt. Er wird einfach viel zu schnell groß…

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Wem die Schlafanzüge gefallen, kann sich gerne mal bei Kerstin im Shop umschauen, denn dort bekommt ihr das schöne und einfach zu nähende Schnittmuster inzwischen zu kaufen

sari-unter

Japanisch schneidern… ob ich es wage?

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jsa_2015_logo Nun wäre er mir fast durch die Lappen gegangen, der Starttermin. Eventuell kann sich der eine oder andere noch daran erinnern, wie ich im Sommer letzten Jahres versuchte mich an japanischen Schnittmustern zu versuchen. Im Rahmen des Japan-Sew-Alongs entstanden zwei Oberteile und ein Rock, beides Teile, die mir an der Puppe sehr gut gefielen, ich selber dann aber tatsächlich kaum getragen habe. Die Schwiegermutter hingegen freute sich sehr, als sie die türkise Bluse aus meinem lang gehegten und gestreichelten Stoff mit in ihren Strandurlaub nehmen durfte und die Bluse sah auch sehr gut an ihr aus. Mir fehlte vielleicht einfach am Ende der Mut zur Farbe? Wer weiß… bereits damals wurde der Wunsch geäussert, dass es eine Wiederholung gebe solle und es stand die Frage nach einem Herbst-SewAlong im Raum. Damals war ich noch Feuer und Flamme und dann….ja dann hörte man lange Zeit nichts mehr. Mehr durch Zufall (oder vielleicht gar Schicksal) entdeckte ich dann auf einem mir sonst unbekannten Blog die Ansage, dass es wieder losgehen solle…wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass man mit der Nase auf so etwas stösst? Ich weiß es nicht, aber waren inzwischen Zweifel in mir aufgekeimt, ob ich es noch mal wagen sollte, so hat mich diese Tatsache dann doch überzeugt mich nochmal an das Thema heranzuwagen.

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Das Sew Along beschäftigt sich vom Schwerpunkt her mit japnaischen Schnitten, die im Durchschnitt sich vor allem durch eine Leichteigkeit auszeichen, eher weit und locker fallen und dabei praktisch und verspielt zugleich sind. Man muss allerdings irgendwie auch die Figur dafür haben und die Fähigkeit es für sich passend zu machen und ich bin mir nicht sicher, ob mir das so recht gelingen kann. Ein Pro dieses Mal ist für mich, dass es ein Winter-Thema ist, dass danach gestrebt wird die Schnitte für die kalte Jahreszeit tauglich zu machen und ich denke, da kann ich gut was mit anfangen…

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Bis zum 9. März habe ich nun Zeit meine Bücher zu wälzen, mir Gedanken zu machen und immer montags diese dann mit Euch zu teilen. Ich bin gespannt, wie es dieses mal in der Kuschelversion laufen wird, welche Stoffe und Schnitte mich dieses Mal anlächeln werden und was am Ende dann dabei herauskommen wird.

Ich bin optimistisch und freue mich schon auf dieses Projekt

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Alles auf Anfang und ein Pullover…

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Wisst Ihr, es wurmt mich…ja wirklich…Ihr kennt das doch sicher, wenn Ihr Euch etwas vornehmt, es hoch motiviert angeht, alles auch prima läuft bis…ja…bis Euch dann etwas oder jemand einen Strich durch die Rechnung zieht. Ich hatte mir alles so wunderbar zurecht gelegt.. den Putztag, die Wasser-Challenge, das Seven-Zirkelprogramm…einfach alles…und dann muss man abbrechen. Man will nicht, aber muss…liegt Tage lang flach mit einem halben Blick immer auf die Liste der Dinge, die man schaffen wollte und nun sein lassen muss, weil die Prioritäten woanders liegen. Was tut man in so einem Fall?

Richtig – Alles auf Anfang, man beginnt nochmal von vorne. Einer Freundin schrieb ich neulich in einem Brief “Ab Montag startet für mich der Monat nochmal neu. Ab Montag fange ich einfach nochmal von Vorne an”. Ja…mein offizieller Jahresanfang war diesen Montag. Ich lasse mich nicht unterkriegen, das wäre ja noch schöner, oder? Man lernt aus den Dingen und ich weiß nun, dass ich es kann, nun muss ich es nur noch durchziehen können… 8 Gläser Mineralwasser am Tag, jeden Tag Zirkeltraining, Freitags putzen…ich schaffe das. Man darf sich einfach nie unterkriegen lassen.

Ähnlich war es für mich ja bereits Ende des Jahres, als ich feststellen musste, dass ich einfach nicht so viele Geschenke für Weihnachten selbermachen konnte, wie ich es gerne wollte und dennoch…es gab Projekte, die wollte ich UNBEDINGT schaffen, nicht aufhalten lassen, schaffen, dran bleiben…

Auch für den Mann wurde dieses Jahr ein Geschenk zu Weihnachten genäht. Im letzten Jahr bereits versuchte ich mich an einem Oberteil für ihn, er hatte öfters so einen Wunsch geäussert. Er trägt es auch regelmäßig, aber so wirklich zufrieden war ich nie.. Also ein neuer Versuch. Dieses Mal sollte es ein Kapuzenpulli aus Sweat werden und so entschied ich mich für das Schnittmuster Miro von Worawo in der Männerversion, allerdings mit einer kleinen Änderung. Der Mann bevorzugt es nämlich schlicht, schlichter am Schlichtesten und der Schnitt sieht eigentlich einen Farbenmix vor, so dass ich den Schnitt erst einmal zusammen basteln musste *lach*

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Das Nähen ging dann fix und die Passform war prima. Der Mann meinte nur: “Als ob er perfekt auf mich zugeschnitten wäre”… das war jetzt glatt besser, als ich es erwartet hätte *lach* ..

Und da zeigt es sich mal wieder, dass es sich lohnt durchzuhalten, Neustarte zu wagen, den Dingen eine zweite Chance zu geben…

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[X’Mas Challenge ’14] Gepackt mit kleinen Kleinigkeiten…

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Nachdem ich ja bereits beim Probenähen von Ministöffchen zwei kleine Simpina-Täschchen genäht habe, dachte ich mir, dass sie sich als Geschenke zu Weihnachten sicher auch nicht schlecht machen und habe direkt noch zwei gezaubert.

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Ich glaube als Frau hat man eigentlich genug kleine Döschen und Täschchen, die alle eigentlich viel zu voll mit allem möglichen Krims Krams sind, aber irgendwie…man kann am Ende doch nicht genug haben, oder? In meinem Badezimmerschränkchen tummeln sich vier oder fünf solcher Täschchen und ich vermag nicht mal wirklich zu sagen, was sich wo drin befindet. Es ist wie mit den Handtaschen…alle paar Wochen bedarf es einer Inventur, nicht wahr? Und dennoch…ich mag den Schnitt, er ist geräumig und schon zu nähen, bietet sich gerade zu als kleines Mitbringsel an. Die Tasche mit den Winkenkatzen, die trat zum Beispiel eine Reise zu Mina an, mit den Gedanken an ihre Japanreise, gefüllt mit vielen Kleinigkeiten, die Ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollten…wie ein kleines Geschenk verpackt in Glückskatzen. Ich hoffe, es ist mir gelungen Ihr eine kleine Freude zu machen…

Ich liebe es solche kleinen Geschenke zu packen, herzustellen und mit dem Gedanken dann bei dem Menschen zu sein, der es am Ende Stück für Stück aus seiner Verpackung holt und dann hoffentlich auch an mich denken muss und vielleicht sogar ein kleines Bild vor Augen hat, wie ich lächelnd an der Maschine sitze… ^^

Selbermachen ist eine schöne Sache und ich freue mich, dass der Trend so sehr in diese Richtung zurück gegangen ist und ich trotz all der Schwierigkeiten etwas Zeit gefunden habe zumindest ein paar Geschenke selber herzustellen.

sari-unter