emoticon  Ich will auch zu Hause sein…

Das war eine Form der Reaktionen auf die selbstgemachten Geschenke zu Weihnachten. “Oh toll”, und dann folgte gleich darauf, “es muss toll sein zu Hause zu sein und so viel Zeit zu haben!” Versteht mich nicht falsch: Natürlich ist es etwas vollkommen anderes zu Hause zu sein, anstatt jeden Tag arbeiten zu gehen. Aber wie sagt der Held manchmal mehr oder weniger treffend: Der Miniheld ist nun mein Job.  Und ja, es ist ein Job. Kaum durchschlafen, zwei bis drei Mal in der Nacht aufstehen, teilweise nicht so schnell, wie man gerne möchte wieder ins Bett können (wobei wir uns ja nun in Richtung Durchschlafen sehr erfolgreich bewegen), den Tag sehr früh beginnen und spät beenden. Dem Minihelden viel Aufmerksamkeit schenken (so ein Laufgitter ist nach 10 Minuten halt langweilig…genau die Zeit, die man im Bad schnell nutzt um sich fertig zu machen). Mittagessen, Abendessen, Tee kochen, an die Luft gehen, damit das Kind nicht nur zu Hause sitzt. Krabbelgruppen, Arzttermine, Zähne kriegen, Krabbel- und Laufversuche, viele Dinge in der Wohnung, die angefasst werden wollen, aber nicht dürfen…

Worauf ich hinaus will, und ich denke jede Mutter weiß, wovon ich hier spreche, ist, dass das Mama sein wirklich ein Job ist. Ein Vollzeit-, Ganztagsjob, um genau zu sein, der einen fast ununterbrochen in Anspruch nimmt. Genau zwei Stunden hatte ich jeden Tag. Zwei Stunden, in denen der Miniheld sein Mittagsschläfchen gehalten hat. Mal 30 Minuten länger, mal 30 Minuten kürzer. Zwei Stunden. So viel also zum Thema: Es muss so toll sein zu Hause zu sein. Es ist toll so viel Zeit mit seinem Kind zu verbringen und keinen einzigen auch noch so winzigen Entwicklungssprung zu verpassen. Ich liebe es. Und ich bin sehr froh mich so entschieden zu haben. Aber habe ich nur deshalb all das geschafft, was ich bis und für Weihnachten schaffen wollte? Nein. Ich habe das geschafft, weil ich konsequent und diszipliniert geblieben bin.

Denn, wenn ich regulär arbeiten gegangen wäre, dann wäre ich auch jeden Tag nach Hause gekommen, hätte meine Zeit gehabt, die ich hätte nutzen können, um an den Projekten zu arbeiten. Aber wie manche so treffend sagen: Man ist doch nach der Arbeit so müde und hat keinen Nerv mehr für sowas. Müde war ich auch. Jeden Tag. O-Ton: Schlafmangel! Die zwei Stunden, die ich jeden Tag genutzt habe, die hätte ich auch gefunden, wenn ich arbeiten gegangen wäre. Der Knackpunkt ist tatsächlich, dass man sich überwinden, aufraffen muss die Dinge zu tun, die man schaffen will. Das sind die Aufräumphasen, die ich manchmal habe, wo ich abends nach der Arbeit auf einmal noch Stunden lang die Wohnung umsortiert habe. Das sind andere Häkelprojekte, die ich abends auf dem Sofa noch bearbeite. Zeichnungen und und und. Ich habe mich jeden Tag dazu animiert weiter zu machen. Mir immer wieder gesagt, dass ich das schaffen will (und ehrlich, manchmal lief die Motivation auf dem Zahnfleisch). Dabei an die Menschen gedacht, denen ich eine Freude machen wollte und so habe ich jeden Tag die zwei Stunden konsquent genutzt. Ich habe nicht rumgesessen und mir gesagt, dass ich mal Zeit zum Ausruhen brauche. Ich habe gekocht, gehäkelt, gebastelt und und und. Und am Ende kann ich sagen: Ich bin stolz auf das, was ich geschafft habe! Trotz Vollzeitjob Mama. Trotz Haushalt. Trotz allem, was dazu gehört.

Und jetzt, wo alles vorbei ist, ist das so in mir drin, dass ich nun mir weitere Aufgaben und Herausforderungen suche, um mir den Tag auch zu etwas Kreativen zu machen. Nicht nur Mama sein. Nicht nur Ehe- und Hausfrau sein. Ich sein! Kreativ sein! Man muss es nur wollen, dann klappt das schon…aber klar. Auch ich sitze mal einfach nur rum, weil ich vom Tag bedient bin ;)



 emoticon  Mein Jahr 2011

So einen richtigen Rückblick habe ich noch nicht gewagt, aber da dieses Jahr doch sehr ereignisreich für mich war, gibt es vielleicht den einen oder anderen Punkt, auf den ich gerne zurückschauen möchte…

01. Sari und die Schwangerschaft: Genau genommen beginnt dieser Punkt ja bereits im Jahr 2010, wo ich in ein tiefes, emotionales Loch viel. Ob es die Hormone waren oder etwas anderes, das vermag ich nicht zu sagen, aber die ersten drei Monate meiner Schwangerschaft waren wirklich nicht besonders schön. Dennoch hatte ich mich durchgebissen und dann kam 2011 plötzlich der Umschwung. Ich habe es geliebt schwanger zu sein. Es hat mich so erfüllt (im wahrsten Sinne des Wortes) und ich glaube ich habe mich nie so ausgeglichen gefühlt, wie in dieser Zeit. Nachdem die Übelkeit und die düsteren Launen weitesgehend weg waren, war ich mehr als aktiv und habe das Schwanger sein richtiggehend genossen. Und als es dann endlich hieß “Ab ins Krankenhaus” und ich nochmal 5 Tage die Hölle durchgemacht habe und noch Wochen danach mit den Schmerzen zu kämpfen hatte, so war das Ergebnis für mich mehr als nur ein kleines Wunder. Es ist vielleicht vermessen zu behaupten, dass das, was ich da nun habe, das Besonderste auf der Welt ist, aber ich glaube jeder Mutter geht es so. Schwanger sein…doch ja, das war schön in 2011.

02. Sari und das neue Nest: 2011 war für uns auch in anderer Hinsicht das Jahr der Veränderungen, denn wir zogen um. Eigentlich hätten wir die alte Wohnung durchaus gerne behalten, aber das, was wir als Kinderzimmer gebraucht hätten, existierte leider nur als überflüssiger Flur. Also wurde es ein neues Nest mit 10 qm mehr und einem kleinen Garten, den ich liebevoll den Dschungel nenne und eigentlich gar nicht brauche *lach* . Das Schöne an der neuen Wohnung ist, dass sie nun vollständig uns wiederspiegelt, denn war die alte Wohnung noch eingerichtet mit Möbeln, die der Held und ich aus unseren “Kinderzimmern” mitgebracht hatten, haben wir nun von Anfang an alles so gemacht, wie wir es haben wollten. Mit neuen Möbeln, Wandfarben und kreativen Ideen. Hier und da fehlt zwar noch das eine oder andere, aber wir befinden uns auf einen guten Weg.

03. Sari und das Selbermachen: Ha, nennt mich DIY-Queen oder so, aber nicht nur das Häkeln ist zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Nein, ich habe in diesem Jahr angefangen mehr als das in Handarbeitsform in den Alltag einziehen zu lassen. Dazu gehören diverse Experimente in der Küche, im Dekobereich, bei Kleidung, Alltagsgegenständen und und und… kaum zu glauben, was man alles so selber machen kann. Inzwischen mag ich schon gar nicht mehr ohne und wage immer neue Dinge. Ich freue mich schon sehr darauf im Jahr 2012 mich dann endlich mal ans Stricken und an die Nähmaschine zu wagen.

04. Sari und das böse Gewicht: Bereits 2010 hatte ich ja dem Gewicht den Kampf angesagt. Mit bösen 83 Kilo bei einer Größe von 1,60 m bewegte ich mich nicht gerade in einem sehr gesunden Bereich. Im März 2010 ging der Kampf also los und im September zeigte der BMI-Rechner dann das erste Mal endlich an, dass ich aus dem Übergewicht raus war. Prommt kam die Schwangerschaft und im Laufe der 10 Monate dann nochmal pro Monat ein Kilo ungefähr dazu. Nach der Geburt waren dann sofort wieder 8 Kilo raus aus mir und der Rest ging dann auf einmal ganz einfach. Letzten Monat war es dann plötzlich soweit. Sari wechselte von Größe XL Anfang 2010 auf Größe M/S (je nachdem wie etwas ausfällt) im Jahre 2011 und kann nun 26 Kilo Minus verbuchen. Sari hat ihr Idealgewicht erreicht, ihren Bewegungsdrang und ihre Ernährung verbessert und fühlt sich pudelwohl!

05. Sari und die Arbeit: Gut, nun musste ich dieses Jahr nur bis Ende März noch arbeiten und dann begann der Mutterschutz, aber insgesamt muss ich sagen, dass das letzte Arbeitsjahr ein ganz großes war. Manche Kollegen lernte ich nochmal vollkommen neu kennen und lieben. Für jeden Interessenbereich irgendwie einen. Mit manchen wurde der Kontak immer enger, mit anderen eher locker, aber alle waren sie mir irgendwie lieb und aus diesem Grund (und natürlich um up-to-date zu bleiben) besuche ich mit dem Minihelden immer wieder gerne meine Arbeitsstätte, tratsche ein bisschen und erfreue mich an den Menschen, die mir so viel Freude gebracht haben. Ich kann wirklich sagen, dass ich von Glück sagen kann, dass ich diese Arbeitsstelle damals auf Anhieb fand :)

06. Sari und die tiefen Löcher: Nach all dem Positiven, bleiben natürlich die negativen Dinge leider nicht aus. Auch 2011 war durchzogen von kleinen Tiefs hier und da. Freundschaften, Krankheiten, schlechte Nachrichten…es gehört leider zum Leben dazu, dass nicht immer alles so läuft, wie man es möchte. Im Laufe des letzten Jahres gibt es verschiedene Menschen, allen vorran mein Mann, denen ich viel zu verdanken habe, viel Kraft, viel Mut und viel Motivation mit allem weiter zu machen und optimistisch in die Zukunft zu blicken. In solchen Zeiten lernt man solche stützenden Menschen ehrlich zu schätzen und ich hoffe, dass sie mir immer wieder in solchen Phasen stärkend zur Seite stehen.



 emoticon  Feststellung #41

Man weiß spätestens dann, dass die wilde Party-Jungend-Zeit vorbei ist, wenn man aus der Praxis seines Kinderarztes rauskommt und einem ein junger Mann mit Kind auf dem Arm entgegen kommt, bei dem Du vor langer Zeit mal ein Glas Rotwein ausversehen auf dem hellen Teppich seiner Eltern ausgekippt hast *drop*

Schon komisch sich nach all der Zeit auf einmal als frischgebackene Eltern gegenüber zu stehen *lach* .



 emoticon  Leckerschmecker-Tage

Habt Ihr auch solche besonderen Tage, an denen Ihr etwas Besonderes vor habt? Der Held und ich haben solche Tage. In der Regel betreffen sie das Wochenende, denn da wir innerhalb der Woche kaum dazu kommen zu kochen, geschweige denn so wirklich gemeinsam zu essen, sind es die Wochenenden, an denen wir uns die Zeit nehmen zusammen zu kochen, zu essen usw. Und das Besondere daran ist nicht nur, dass wir es gemeinsam tun, sondern, dass es in der Regel auch keine 0815-Mahlzeiten sind. Letztes Wochenende gab es zum Beispiel Rotkohl mit Klößen und Wildgulasch, an anderen Tagen backen wir selber Pizza, machen Pute, spezielle Suppen oder oder oder. Da wird dann auch mal etwas mehr in den Einkauf investiert und Neues ausprobiert. Dabei sind schon echt leckere Sachen entstanden und ich freue mich richtig darauf.

Habt Ihr auch solche besonderen Tage? Was macht Ihr da? Was macht sie so besonders?



 emoticon  Feststellung #40

Also manchmal da frage ich mich ernsthaft, warum manche Menschen überhaupt ein Handy brauchen *hmpf* So laut, wie die in das Teil reinschreien, hört der am anderen Ende sie bestimmt auch ohne das Telefon…

Ehrlich Leute - Ihr müsst nicht in das Telefon schreien. Nicht jeder, der sich auch nur 10 Meter in Eurer Nähe befindet ist daran interessiert, was Ihr der Person am anderen Ende mitteilen wollte…

*kopfschüttel*