Weit weg von mir…

Es gibt Dinge, die schiebe ich ganz weit weg von mir an manchen Tagen, weil ich einfach nicht dran denken mag und kann. Ich baue dann eine riesige Mauer auf, stärke sie mit ganz viel Ablenkung und lasse nicht mal ein Staubkörnchen der Gedanken hindurch…und am Ende des Tages habe ich ein schlechtes Gewissen, gerade weil ich das alles so fern wie möglich gehalten habe.

Mit umso größerer Wucht überfallen mich die Gedanken dann an anderen Tagen und ich falle in ein tiefes Loch, noch tiefer als jede Grube, die ich je gesehen habe. Ich falle tief und immer tiefer und während ich falle merke ich die Umarmung meines Freundes, der versucht mich zu halten und mir zu helfen, aber bei dem, was mich nun bald seit einem Jahr beschäftigt, kann er mich nicht auffangen…

Wir erleben unsere guten und unsere schlechten Tage. Manchmal hilft ein Anruf um zu erfahren, ob es ein guter oder ein schlechter Tag ist. Manchmal reicht ein kurzer Moment im Fernsehen, ein Wörtchen, das irgend jemand gesagt hat oder ein Bild, eine Erinnerung, um mich an die Realität und die Wahrheit zu erinnern und ich falle…

Und manchmal denke ich: Wann ist das alles endlich vorbei…
…und dann schiebe ich es wieder ganz weit weg.



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7 Kirschen zu “Weit weg von mir…”

  1.  mondgras.de » Zum Abschalten am 7.November 2007 um 10:31 Uhr - Reply to this comment

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  2.  PinkPüppi am 7.November 2007 um 13:12 Uhr - Reply to this comment

    Also manchmal hab ich ja das Gefühl wir gleiten gleichzeitig in solche Phasen *wtf* …. allerdings vermeide ich solche Dinge in meinem Blog zuschreiben da ich Nachfragen scheue.

    …im Moment weiß ich nicht mehr wie ich alles von mir schieben kann und soll….aber mich damit auseinandersetzen…ist im Moment nicht möglich…

    Nimm dir deine Auszeit :) …und lass dich halten….und alles wird irgendwann wieder gut..aber ich denke das brauche ich dir nicht zu sagen. *drück*

  3.  Sari am 7.November 2007 um 19:57 Uhr - Reply to this comment

    @Pink Püppi: Also ich mag ja auch nicht wirklich drüber schreiben, heißt: Ich vermeide es das Thema direkt anzusprechen, sondern versuche nur ein wenig meine Gefühlslage darzustellen und vielleicht ein bisschen Trost zu erhalten oder Vorschläge, wie man mit solchen Phasen umgehen könnte, denn wie du ja selbst schreibst, jeder oder viele haben so etwas dann und wann und haben vielleicht jeder einen anderen Hinweiß, Tipp oder Gedanken, um da ran zu gehen…

  4.  lifenonstop am 7.November 2007 um 23:33 Uhr - Reply to this comment

    Ein pauschales oder prinzipielles Rezept für solche Tage gibt es nicht wirklich und oft ist der Partner damit überfordert.
    Der alte Mann für seinen Teil verzieht sich dann meist unter die Kopfhörer und hält meist alle liebe Menschen fern von ihm. Morgen Abend werde ich diese vielen Menschen um mich haben und ich verspreche mir davon ein wenig Ablenkung, wo ich doch genau weiss, dass, wenn ich wieder daheim bin, alles wieder kommt. Trost findet der alte Mann in seinen Erinnerungen, irgendwann sind dann diese Tage vorbei und ich habe wieder Ruhe und Kraft gefunden. Deinen persönlichen Weg musst du selbst finden.

  5.  Francois am 8.November 2007 um 07:06 Uhr - Reply to this comment

    Wegschieben, einmauern, verbannen, einschließen, verdrängen, alles ausprobiert, alles hat nicht geklappt. Gefühle, Ängste kommen wieder, irgendwann. Solange sie in uns sind, sind sie da, irgendwo, irgendwann. Ich habe begriffen, das ich mich ihnen stellen muß. Ich versuche, mich nicht mehr von ihnen lenken zu lassen, sonder lenke sie. Aber es war ein langer Weg. Am schwirigsten war es, überhaupt zu erkennen, wofor ich weglauf und was ich da ganz unten, da ganz hinten eingemauert und weggeschlossen habe.

    Sari, mach das nicht.

  6.  Maru-chan am 12.November 2007 um 16:05 Uhr - Reply to this comment

    Ich verstehe das momentan nur zu gut… Und mir geht es genauso. Die momentane Ungewissheit ist zugleich ein Hoffnungsträger und zugleich auch endlos quälend. Aber ich denke es ist natürlich, dass ein Mensch verarbeitet indem er auch verdrängt. Sonst würden wir daran wirklich zugrunde gehen. Es heißt nicht, dass uns die Sache nicht wichtig ist, sondern nur, dass uns unser Leben wertvoll ist und wir es zu schätzen wissen. Es bringt niemandem etwas, wenn Du ununterbrochen traurig bist und daran denkst. Und ich denke, wenn wirklich das Schlimmste eintritt, dann wird es unterwartet so sein, dass wir doch aufgefangen werden. Dass der Fall endos scheint, es aber nicht ist. Das wir von überall her neue Hoffnung bekommen und neue Lebensfreude tanken. Ich glaube fest daran. *Ganz doll drück*

  7.  lifenonstop am 12.November 2007 um 19:02 Uhr - Reply to this comment

    Hey Francois!? Was ist los, der Link zu deinem Blog führt ins Nirwana und dann machst Du so eine Ansage. Du bist doch kein Opa, es ist Zeit genug, gib Dich nicht auf. Vor ein paar Tagen hast Du noch hier zu Sari geschrieben, dass sie sich ihren Ängsten stellen solle, nicht wegschieben, einmauern, nicht weglaufen…? Ich habe auch keine Familie mehr, aber grabe mich nicht ein und kann mich dennoch freuen.

    Zum Thema, mal abgesehen vom Kommerz finde ich die Weihnachtszeit auch heute noch stimmungsvoll und freue mich darauf. Und Sari, evtl. fallen am Mittwoch bei euch ein paar Flocken. Hier hat sich der Frühwinter auch aufgelöst, mal abgesehen vom Gebirge liegt fast nirgendwo mehr Schnee. Hoffen wir darauf, dass zu Weihnachten nach langer Zeit mal wieder ein weißes Kleid uns umhüllt… :-)

Hinterlasse Sari eine Kirsche ^.^

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