Urlaub mit den Eltern kann so langweilig sein. Die beiden Fhernhachen-Kinder Ensel und Krete erleben das am eigenen Leibe, als sie mit ihren Eltern den zamonischen Großen Wald bereisen. Dabei hatten sie gehofft, dort endlich einmal etwas zu erleben! Und so ziehen sie auf eigene Faust los, um das Abenteuer zu suchen, verlaufen sich jedoch nach kurzer Zeit. Damit nimmt ein rasantes Märchenabenteuer seinen Lauf, bei dem selbst den Gebrüdern Grimm bald die Puste ausgegangen wäre. Die beiden Zwergenkinder treffen auf zahlreiche gefährliche oder einfach nur sonderbare Geschöpef: einen Laubwolf, Erdgnömchen, Geheimbären, Fledertratten, Schuhus, Einhörnchen, einen sprechenden Meteor und allerlei andere Seltsamkeiten. Natürlich finden auch ein Hexenhaus, und der fantasievolle Showdown hat mehr mit dem Blair Witch Project als mit unseren alten Hausmärchen gemeinsam.
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Meine Meinung: Ein Märchen mal anders
Natürlich ähnelt Walter Moers Ensel und Krete verdächtig unserem Hänsel und Kretel und ist doch gleichzeitig etwas vollkommen anderes. Besonders in Krete habe ich mich des öfteren wiedererkannt, zumindest von den Gedanken her. Walter Moers führt in dem Buch eine Technik ein, die meiner Ansicht nach sehr gewöhnungsbedürftig ist: die Mythenmetsche Abweichung, mit der er immer wieder den Lauf der Geschichte unterbricht, um seine Kommentare abzugeben. So kam es auch schon vor, dass der Autor fast ganze drei Seiten lang nur das Wort “Brummli” schrieb. Anfänglich fühlte ich mich durch diese Unterbrechungen doch sehr gestört, doch schon bald konnte ich sie sehr liebgewinnen, denn sie gaben einen witzigen, spannenden und interessanten Input zu der Geschichte selbst, aber auch zu vielen anderen Dingen.

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